Projekt - Bewegendes Spiel

Bewegendes Spiel oder auf dem Weg zum spielfähigen Menschen

Kunstschulprojekt 2004

mit Workshops zum Rollenspiel, Schattenspiel, Objektspiel, Puppenspiel u.a. begleitend zur Ausstellung

"Spielräume- Kinderspiele früher und heute"

In Kooperation zum Thema Bewegung innerhalb der bayerischen Kinder- und Jugendkunstschulen in der Landesarbeitsgemeinschaft Spiel- und Kultur Bayern e. V. unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin

Monika Hohlmeier

 

Spielend Lernen für`s Leben- alles ein Kinderspiel?

Junge Menschen erobern sich ihre Lebenswelt durch das Spiel.

Sie lernen die Welt und begreifen durch die tätige Auseinandersetzung mit der Umwelt.

Sie lernen Ihre Erfahrungen auszuwerten, einzuordnen, sich ein Bild von der Welt zu machen.

Spiel ist eine Zugangsmöglichkeit, die niemand ausgrenzt und sich in den letzten Jahren immer mehr der Erwachsenenwelt öffnet.

Rollenspiele als Übung für Bewerbungsgespräche, Entscheidungssimulationen zur Strukturierung von Organisationen, Spiele zur Kreativitätsförderung usw.

Spielen ist somit nicht nur Zeitvertreib, sondern Lernen für das Leben nach eigenen Maßstäben und bewegt Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Die Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Diedorf inszeniert und eröffnet seit vielen Jahren thematische Erfahrungswelten für junge Menschen.

 

Mobile Projekte an verschiedenen Orten im Landkreis, mit unterschiedlichen  Projektpartnern sind über die Jahre zu einem tragenden Netzwerk über Bayern hinaus gewachsen.

In temporärer Zusammenarbeit mit der Museumspädagogik des Schwäbischen Volkskundemuseum Oberschönenfeld realisierten wir unter dem Oberbegriff „Bewegendes Spiel“ drei Einzelveranstaltungen zur Sonderausstellung „Spielräume Kinderspiele früher und heute“. Der Impuls in der Ausstellung bot einen idealen Ausgangspunkt für unsere Aktionen im Bereich des darstellenden Spiels.

Schon die Titel sollten neugierig und Lust auf  Mehr machen:

 

„Kohlkopf Kalle Krause und sein Freund Schlaulauch“

Bewegendes Gemüsepuppenspiel um einen seltsamen Kochtopf.

 

 

„Licht- und Schatten bewegte die Menschen aller Zeiten“

Ein eigenes Schattentheater phantasieren, inszenieren und spielen

 

„Als Dornröschen noch nicht an Bewegungsmangel litt“

ein modernes Märchen- Personentheater unserer Zeit in Raum und Farbe

 

„Was die Sinne bewegt“

Ein duftendes, klingendes und schillerndes Figurentheater

 

Spielfreude, Phantasie und das Erkennen von Möglichkeiten, sowie das wertfreie und experimentelle Erproben einfacher Spielformen, sollte den Teilnehmergruppen im Alter von 7 bis 13 Jahren Möglichkeiten aufzeigen, Themen, Geschichten oder Anliegen spielerisch, assoziativ und kreativ umzusetzen.

Die tägliche Vorstellung der gemeinsamen „Kreation“ der kleinen Künstler im öffentlichen Raum vor Eltern und Museumsbesucher wurde gemeinsam diskutiert und war als motivierender Ansporn allen willkommen.

 

Spielen- ist eine aktive, freiwillige Handlung, die die Spieler in ihrer ganzen Person beansprucht.

 

Spielen- schafft eine „als ob“ Realität, die jedoch einen Bezug zur Wirklichkeit hat. Das macht Spaß.

 

Spielen- ist gekennzeichnet durch Rhythmisierung: An- und Entspannung, Zufall und Regel, Eingriff und Eigendynamik.

 

Spielen heißt, Erfahrungen machen mit Personen, Sachen, Räumen und Ideen.

 

Spielen heißt, Verhalten erproben und die Wirkung in der Umwelt kennenlernen.

 

Spielen heißt, Zusammenhänge erkennen, begreifen und daraus Schlüsse für das eigene Verhalten ziehen.

 

Spielen heißt, beim spielerischen Erproben Orientierung finden und Einstellungen entwickeln.

 


Was hat Spiel mit Bildung zu tun?

Bildung heißt - Gesellschaftliche Veränderungen begreifen und gestalten können.

Sich orientieren können und daraus Handlungsschritte abzuleiten.

Bewerten können und sich abgrenzen können.

Bildung ist, neben wissenschaftlichen und kognitiven auch spielerische, ganzheitliche, experimentelle Zugänge zur Wirklichkeit zu haben.

Spielen ist Lernen.

Spiel und Bildung, so verstanden, bedingen einander.



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